Oder: Die Geschichte vom armen Tchibo

Es war einmal ein armes Tchibo, das nichts hatte außer seinen Kaffee, den es jeden Tag verkaufen musste. Und weil es so arm war, kam eines Tages der Kapitalismus zu ihm und sagte: Die Welt ist schlecht und ungerecht, warum erschaffst du nicht jede Woche eine neue?
Da freute sich das arme Tchibo und schuf mit der schönen neuen Welt auch gleich eine Reihe von Produkten aus der Reihe „Ihr sollt(et) es besser haben“ oder: Dinge, die man nicht braucht, solange bis sie jemand erfunden hat, weshalb man sie zwar immer noch nicht braucht, aber wo sie schon einmal da sind, kann man sie auch kaufen – wie etwa den Sockensortierer aus der Haushalt-in-den-Griff-Bekomm-Welt (siehe Bild oben: Sockensortierer ohne Socken und nur auf Papier gemalt).

Und weil das gute Tchibo weiß, wie leicht linke und rechte Socke eines Sockenpaares in der Waschtrommel beim Schleudergang getrennt werden (und gerne auch mal in der Bettwäsche verschwinden, wenn diese nicht zugeknöpft ist) und auch bei der Trocknung auf der Leine in enger Nachbarschaft zu Stützstrumpf und Dessous nur schwer zueinander finden, gibt es einen weiteren Sortierer dagegen, der zudem auch noch im Preis reduziert ist – warum nur? Etwa weil ihn keiner haben will?

Armes Tchibo! Zum Glück sieht die Welt ja nächste Woche schon wieder ganz anders aus…




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