Mehr als 38.000 Menschen haben es bereits getan: Sie haben ihren Facebook-Account gequittet (www.quitfacebookday.com). Sozial völlig entnetzwerkt, kämpft der digitale Masochist mit unerträglichen Entzugserscheinungen, irrt orientierungslos in der Offline-Welt herum. Ihm sei zunächst gesagt: Unter den 560 Freuden, denen man kollektiv die Freundschaft gekündigt hat, sind sicher vier analoge Freunde, die man treffen kann, mit denen man reden kann – auch mehr als „Habe gerade mit der Tomatensoße gekleckert und jetzt ist da ein Fleck – was soll ich tun?“.

Im Folgenden ein paar Tipps und Infos für das Leben danach:

  • Vermeide es in den ersten Wochen nach dem Quit, den Zuckerbehälter aufzufüllen: Der dabei entstehende Zuckerberg könnte schmerzhaft an den Facebook-Gründer erinnern.
  • Versuche nicht, an der Pinnwand eines Freundes einen Link zu posten. Information wird hier mit Magnet oder Pinnnadel verbreitet.
  • Vermeide es, beim ersten Date zu fragen, ob du dein Gegenüber adden darfst.
  • Eine Freundschaft endet mit Worten (oder Taten), nicht mit einem Mausklick.
  • In Postkästen oder auf der Post kann man nix posten!
  • Wenn man dich fragt, ob dir etwas gefällt, antworte mit „ja“ oder „nein“, anstatt den Daumen hoch oder runter zu zeigen
  • Wenn du eine Menschenansammlung siehst (etwa die Schlange vor einer Saturn-Neueröffung) frage nicht, ob du der Gruppe beitreten darfst – Offline wird sich hinten angestellt.
  • Wer das erstmal geschafft hat, wird auch stark genug sein, den inaktiven StudiVZ-Account zu löschen.

    26. September 2010




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